Malventee (auch Hibiskus-Tee) ist ein heißes Aufgussgetränk. Für die Zubereitung werden die getrockneten Blüten von Hibiskuspflanzen mit Wasser überbrüht. Der Aufguss ist von roter Farbe und hat einen säuerlichen Geschmack. Neben dem Farbstoff Malvin sind Gerb- und Schleimstoffe enthalten.

Wirkung
Außer für seine Verwendung als Getränk wird der Tee bei gesundheitlichen Problemen durch Entzündungen der Atemwege empfohlen. Wie andere Teesorten auch, gilt der Tee seit der Antike als Hautpflegemittel, welches den Teint der Haut verbessert. Malventee ist auf allen Kontinenten verbreitet.

Viele Früchtetees enthalten als Hauptbestandteil Malventee, die namensgebende Frucht wird dann in geringerer Menge beigefügt.

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Grüner Tee oder Grüntee (chin. luchá) ist eine Variante, Tee herzustellen. Die Teeblätter sind im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht fermentiert. Wegen der anderen Verarbeitung werden für grünen Tee eher die Blätter von Camellia sinensis gegenüber der Varietät assamica bevorzugt, da die kleinblättrige, zartere Sorte sich besser eignet. Grüner Tee unterscheidet sich von schwarzem Tee auch in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses.

Medizinische Wirkung / Studien
In der in Japan durchgeführten und über 11 Jahre laufenden sogenannten Ohsaki-Studie mit 40.530 Erwachsenen im Alter von 40 bis 79 Jahren wurde festgestellt, dass das Getränk positive kardiovaskuläre Eigenschaften hat und dadurch lebensverlängernd wirkt. Demnach sank die Sterberate bei männlichen Testteilnehmern, die mindestens fünf Tassen täglich tranken, um 12 Prozent, bei Frauen um 23 Prozent. Besonders Todesfälle wegen Herz- und Kreislauferkrankungen waren seltener, auch hier bei Frauen deutlicher (31 / 22 Prozent). Eine Reduzierung der Sterblichkeit durch Krebserkrankungen wurde in dieser Studie nicht festgestellt.

Einige andere Studien geben Hinweise darauf, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko, an Krebs zu erkranken, vermindern kann, da in den Teilen der Welt, in denen viel Tee getrunken wird, die Inzidenz für bestimmte Krebsarten geringer ist als im Rest der Welt. Für eine präventive Wirkung werden insbesondere die in manchen Teesorten natürlicherweise enthaltenen Polyphenole (v. a. das Epigallocatechingallat, EGCG) verantwortlich gemacht.

Eine Studie an Patienten mit Prostatakarzinom, die am Center for Human Nutrition an der David Geffen School of Medicine der UCLA durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass das aus dem Tee stammende EGCG in den Tumoren nachweisbar war und das Zellwachstum hemmte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grüner Tee und Schwarztee helfen könnten, Prostatakrebs zu verhüten. Die im Schwarztee und insbesondere im grünen Tee enthaltenen Polyphenole und Fluoride senken das Risiko für die Zahnkaries.

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Pu-Erh-Tee (chin. pu'erchá) wird von einer Qingmao genannten Unterart des Teestrauchs (Camellia sinensis) gewonnen. Der Qingmao wird größer als die normale Camellia-Sinensis-Pflanze und gilt als eine der Ursprungsformen des Tees. Diese Pflanzen stammen aus dem Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Pu'er in der chinesischen Provinz Yunnan. Der Tee wird dort seit etwa 1.700 Jahren hergestellt.

Wirkung
Die Chinesen schwören seit Jahrhunderten auf diesen Tee weil sie glauben, dass sich Gesundheit nur dann einstellen kann, wenn ihre Lebensenergie Chi ungestört fließt. Und Pu-Erh-Tee fördert diesen Fluß, er führt zum Gleichgewicht von Yin und Yang. Pu-Erh hilft beim Abbau überflüßigen Körperfettes, wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und unterstützt das Immunsystem und die Verdauung. Pu-Erh-Tee ist kein Wunder- oder Heilmittel sondern ein traditionelles Lebensmittel, beurteilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung das Getränk. Ebenso wie Schwarz- oder Grüntee kann Pu-Erh als Genussmittel dienen. Wegen seines Gehaltes an den anregenden Substanzen Coffein und Theobromin sollte er aber nur in Maßen - 3 bis 4 Tassen täglich - getrunken werden.

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Ginseng (Panax ginseng) auch Gilgen, Samwurzel, Kraftwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Sie kommt hauptsächlich in Gebirgs- und Waldregionen in Korea, im nordöstlichen China und im östlichen Sibirien vor. Die rübenartige Wurzeln werden medizinisch verwendet. Neben dem echten Ginseng werden noch einige verwandte oder ähnliche Pflanzenarten ebenfalls als Ginseng bezeichnet. Die Bezeichnung Ginseng leitet sich vom Chinesischen ren shen chin. rénshen (Mensch Wurzel) ab. Die Bezeichnung Panax für die Gattung leitet sich über das Lateinische vom Griechischen panax her, was so viel wie Allheilmittel bedeutet, und wird zurückgeführt auf den Namen Panakeia, einer Tochter des Asklepios, dem griechischen Gott der Heilkunst.

Der Ginseng wurde schon vor 2000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel verwendet. Die Ginsengwurzel galt damals und auch heute noch in Asien als Sinnbild für Gesundheit und langes Leben. Sie durfte in früherer Zeit daher nur von Königen bzw. Kaisern verwendet werden. Dadurch war die Wurzel wertvoller als Gold. Im Chinesischen heißt die Ginsengwurzel „Jen Shen" und bedeutet „Die Kraft der Erde in der Form eines Menschen". In Korea wird sie auch „Wurzel des Lebens" genannt. Immer noch wird der Ginseng in der asiatischen Medizin hoch geschätzt und verwendet.

Erst im 17. Jahrhundert wurde die Ginsengwurzel in Europa populär. Zuvor schon wurde die Pflanze von arabischen Seeleuten in das maurische Spanien gebracht, aber im Laufe der Zeit wieder vergessen. Vor allem durch niederländische Seeleute wurde sie wieder gebräuchlich. Erst im 20. Jahrhundert wurde der Ginseng aufgrund seiner nachgewiesenen Wirkungen als Heilpflanze von der Schulmedizin anerkannt.

Wirkung
Ginsengpräparate sind als Tonikum und Geriatrikum im Handel. Ginseng wird angewendet als Stärkungs- und Kräftigungsmittel bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit (siehe auch Deutsches Arzneibuch oder Europäisches Arzneibuch). Ginseng-Präparate sind gering an Nebenwirkungen. Bei Symptomen wie dauerhafter Müdigkeit und Schwäche sollten ernsthafte Krankheiten durch einen Arzt ausgeschlossen werden. Ginsengpräparate beeinflussen die Blutgerinnung und können zu einer verlängerten Blutungszeit führen. Deshalb ist vor operativen Eingriffen die Einnahme dem Chirurgen mitzuteilen.

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Lagerung von Tee

Tee ist aromaempfindlich, er verändert sein Aroma bei unsachgemäßer Lagerung und nimmt auch Fremdgerüche schnell an. Deshalb werden Teeblätter oft in geschlossenen Behältern kühl, dunkel und trocken aufbewahrt. Optimal (weil arm an Luft-Depots), wenn auch nicht so ästhetisch wie edle Dosen, sind fest zugerollte Teetüten. Bei der Verwendung von Dosen kommt es schneller zu Alterungseffekten. Die aromagebenden ätherischen Öle schwinden und der Teegeschmack wirkt muffiger. Nach Anbruch sollte Tee in ca. 10 Wochen verbraucht werden. In ungeöffneten Packungen gilt er hingegen bis zu drei Jahre nach der Ernte als frisch. Trockener Tee ist fast unbegrenzt lagerfähig, sofern die alterungsbedingten geschmacklichen Veränderungen hingenommen werden. Auch der Koffeingehalt verändert sich durch die Lagerung praktisch nicht.

Tee wird oft getrennt von allen Arten Gewürzen, Aromen und Küchengerüchen aufbewahrt, gelegentlich in kleinen Schränkchen oder einer Truhe. Auch aufsteigender Dampf vom Herd oder Spülbecken schadet dem Teearoma.

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Die vorstehenden Angaben beruhen auf Untersuchungen, Studien, Überlieferungen und langjährigen Erfahrungen.




Inhaltsstoffe der Sanye Tee´s

SANYE Tee besteht aus hochwertigen Zutaten wie z.B. den Blättern der edlen Lotospflanze, Malve, grüner Tee und dem als Fettkiller bekannten Pu-Erh-Tee. Der SANYE Tee ist 100% natürlich (pflanzlich) und hat keine chemischen Zusätze!
 
Die Lotosblumen (Nelumbo), auch Lotus genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Lotosgewächse (Nelumbonaceae). Seine Fähigkeit, Schmutz von sich zu weisen, ließ den Lotos in weiten Teilen Asiens zum Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung werden. Das Symbol findet sich sowohl im Hinduismus wie auch im Buddhismus.

Außer als Zierpflanze dient Lotos auch als Gemüse: die stärkehaltigen Rhizome werden in Korea in Sojasauce eingelegt und als Beilage gereicht. Ferner werden die Rhizome auch in China und Vietnam als Salat verspeist. In Japan finden sie, unter der Bezeichnung Renkon (wörtlich: Lotoswurzel) vor allem in Nabemono Verwendung.

Die Kunst, Tee zu kochen.
 
Unterschiedliche Teesorten müssen unterschiedlich zubereitet werden. Und je nachdem, wie lange man den Tee ziehen läßt, entfaltet er ganz unterschiedliche Wirkungen.

Vor allem die Temperatur des Wassers, die Menge der Teeblätter und die Ziehzeit bestimmen das Brühergebnis. Schwarzer Tee wird zubereitet durch Übergießen von Teeblättern mit kochendem Wasser und Ziehen lassen bis zur gewünschten Stärke. Für einen mittelstarken Aufguss einer Tasse Tee (150 Milliliter) genügt ein Teelöffel voll, das heißt 1,5 bis 2 Gramm Teeblätter. Für einen starken Aufguss verwenden Sie einen gehäuften Teelöffel mit 2 bis 2,5 Gramm Tee. Zu weiches oder zu hartes Wasser beeinträchtigt die Geschmacksentfaltung der Teeblätter. Bei hartem oder chlorhaltigem Wasser empfiehlt es sich, dieses zwei bis drei Minuten kochen zu lassen.
Tee kochen
 
Die Ziehdauer ist maßgeblich für die Wirkung des Tees verantwortlich. Eine kurze Ziehzeit von zwei bis drei Minuten wirkt anregend auf das Zentralnervensystem. Das liegt daran, dass der überwiegende Anteil des Coffeins in den Teeaufguss übergeht, jedoch nur ein geringer Anteil an Gerbstoffen. Tee, der vier bis fünf Minuten gezogen hat, wirkt dagegen beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, da er einen höheren Gerbstoffanteil hat. Länger als fünf Minuten sollte Schwarzer Tee nicht ziehen, da sonst zu viele Gerbstoffe in das Getränk übergehen und der Tee zu herb und bitter schmeckt.
 
Ganz anders wird Grüner Tee zubereitet: Seine optimale Aufbrühtemperatur beträgt ungefähr 70 °C. Dazu mischt man zwei Drittel kochendes Wasser mit einem Drittel kaltem Wasser und lässt die Teeblätter zwischen 30 Sekunden und einigen Minuten darin ziehen. Damit die nicht fermentierten Teeblätter ihr Aroma voll entfalten können, verwenden Sie zur Zubereitung am besten ein großes Teesieb oder seihen den Aufguss nach dem Ziehen lassen in eine zweite Kanne ab. Grüner Tee wird sparsamer dosiert als schwarzer. Es genügen drei bis vier Teelöffel pro Liter.
Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Als traditionelle chinesische Medizin (tcM bzw. TCM) oder chinesische Medizin wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren entwickel hat. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst den ostasiatischen Raum, insbesondere Vietnam, Korea und Japan. Auf dieser Grundlage entwickelten sich spezielle Varianten in diesen Ländern. Besonders bekannt ist die japanische Kampo-Medizin.

Zu den therapeutischen Verfahren der chinesischen Medizin zählen vor allem deren Arzneitherapie und die Akupunktur sowie die Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten). Zusammen mit Massagetechniken wie Tuina Anmo und Shiatsu, mit Bewegungsübungen wie Qigong und Taijiquan und mit einer am Wirkprofil der Arzneien ausgerichteten Diätetik werden die Verfahren heute gerne als die „fünf Säulen" der chinesischen Therapie bezeichnet. Die TCM ist die traditionelle Medizin mit dem größten Verbreitungsgebiet, besonders die Akupunktur wird heute weltweit praktiziert. Die TCM gilt als alternativ- oder komplementärmedizinisches Verfahren.

Von wissenschaftlicher Seite, insbesondere der evidenzbasierten Medizin, wird die therapeutische Wirksamkeit vieler Behandlungsmethoden der TCM bestritten. Viele Annahmen der TCM widersprechen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Einige empirisch belegte Wirkungen werden auf Placeboeffekte zurückgeführt.

Seit den 1950er-Jahren fand die TCM zunehmendes Interesse im westlichen Kulturkreis. In Deutschland hatten naturheilkundlich ausgerichtete Ärzte und Heilpraktiker wie Gerhard Bachmann, August Brodde, Heribert Schmidt, Erich Stiefvater Teile von ihr rezipiert. Die Heilpraktiker Hörner und Korn waren als Ausbilder in den ersten Kursen tätig, die Anfang der 1950er Jahre unter Leitung von Dr. Stiefvater stattfanden. Ihre Kenntnisse bezogen sie aus Vietnam und Japan und inkorporierten neue Erkenntnisse von Sinologen. Zur Verbreitung der TCM haben unter anderem die Werke von Manfred Porkert beigetragen. Seine "Klinische Chinesische Pharmakologie" von 1978 zum Beispiel bietet zum ersten Mal eine umfassende Beschreibung der Wirkungen von chinesischen Arzneien in einer westlichen Sprache.

Mit der politischen Öffnung Chinas und den damit einhergehenden Reiseerleichterungen erlebte vor allem die Akupunktur seit den 1970er-Jahren einen regelrechten Boom. Als Auslöser gilt der Bericht eines amerikanischen Journalisten über die erfolgreiche Akupunktur-Schmerzbehandlung nach seiner eigenen Blinddarm-Operation während eines Chinabesuchs im Jahr 1971. Einer der großen Protagonisten der TCM unter den China-Reisenden von damals ist der Nordamerikaner Ted J. Kaptchuk, dessen 1983 erschienenes Buch „The Web That Has No Weaver" (dt.: Das große Buch der chinesischen Medizin 1988) wesentlich zur Popularität der TCM beigetragen hat.